MARKT WAIDHAUS
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Atlas

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Der Atlas ist das erste Produkt des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (iSEK) Waidhaus 2030. Die gegenwärtige Strukturkrise in Waidhaus fordert alle Beteiligten heraus, kooperativ eine gemeinsame Zukunft für Waidhaus zu entwickeln. Der Kooperationsprozess gliedert sich in drei Phasen, die Atlasphase, die Auslegungsphase und die Anweisungsphase. In jeder Phase werden folgende zentrale Fragen diskutiert:

 

Was sind die räumlichen Folgen der gegenwärtigen Strukturkrise  in Waidhaus?
Wie wird Waidhaus im Jahre 2030 aussehen?
Welche Maßnahmen braucht es für eine zukunftsfähige Entwicklung von Waidhaus?

 

Als Endprodukt dieser Entwicklungsstufen steht das iSEK Waidhaus 2030.

 

 

Strukturkrise in Waidhaus

 

Der Markt Waidhaus befindet sich gegenwärtig in einer Strukturkrise. Ursache ist in erster Linie der sukzessive Verlust der Funktion und Bedeutung als deutsch-tschechischer Grenzort- und -übergang seit dem Fall des eisernen Vorhangs im Jahre 1989. Die Strukturkrise äußert sich in Waidhaus, wie in anderen Städten und Regionen in Deutschland, durch das Phänomen sogenannter Schrumpfungsprozesse, die einem strukturellen Bruch in der Stadtentwicklung verursachen.

 

In vielen Städten und Regionen wird dieser Bruch durch sozioökonomische Veränderungen bewirkt. Beispielsweise zählen zu den wirtschaftlichen Veränderungen der Verlust ganzer Wirtschaftszweige. Zu sozialen Veränderungen zählt der beschleunigte demographische Wandel, d.h. die Überalterung der Bevölkerung. Dieser wird vielerorts verstärkt durch den Wegzug junger, mobiler und gebildeter Bevölkerungsgruppen. Diese sozioökonomischen Veränderungen haben systemrelevanten Folgen und bilden sich in der Stadtentwicklung durch Leerstände von Gebäuden und das Wachstum von Brachflächen räumlich ab. (Quelle: Stadtumbau-West, Bundesamt für Raumordnung, BBR, 2008).

 


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