Baugebiet "Im Kiesbeet"

Waidhauser Baugebiet "Im Kiesbeet"

Grundstückskosten

Grundstückspreis: 17,38 € je m²

Erschließungsbeitrag 11,77 € je m²

Der Kaufpreis beträgt damit 29,15 € je m²

Zuzüglich Nebenkosten für Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer etc.

Weiterhin fallen an Herstellungsbeiträge für:

Wasserversorgungsanlage

1,49 € je m² Grundstücksfl. zzgl. 7% MWSt

3,92 € je m² Geschossfläche* zzgl. 7% MWSt 

(die Wassergebühr beträgt 1,35 € je verbrauchten m³ Trinkwasser zzgl. 7%  MwSt),

Entwässerungsanlage (Kanal)

0,85 € je m² Grundstücksfl.

8,32 € je m² Geschossfläche*

(Der Preis für Schmutzwassergebühren beträgt derzeit 1,34 € je m³ Abwasser, für Niederschlagswassergebühren 0,11 € je m² Dach- oder versiegelte Fläche).

*Geschossfläche ist die Grundfläche der Gebäude nach den Außenmaßen der Gebäude in allen Stockwerken einschließlich Keller und Dachgeschoss, soweit diese ausgebaut sind. Garagen werden nicht berechnet, soweit kein Wasser- oder Kanalanschluss vorhanden ist. Bei Grundstückskauf wird ein Viertel der Grundstücksfläche angenommen. Nach Genehmigung des Bauantrages erfolgt dann von Seiten der Gemeinde eine Abrechnung. Soweit Abänderungen des Bauplanes oder spätere Erweiterungen erfolgen, werden Beiträge nachberechnet.

Stand der Zusammenstellung: 28.06.2016

Änderungen in rechtlicher oder tatsächlicher Hinsicht sind möglich, die Zahlen als Richtlinien gedacht. Es gelten die jeweils gültigen Preise und satzungsmäßigen Bestimmungen, sowie die Festlegung im notariellen Kaufvertrag.

Berechnungsbeispiel für den Kauf eines Grundstückes

Vorgaben: Grundstücksgröße 800 m² - geplantes Haus 10x12 m Außenmaße

Erdgeschoss 10 x 12 m = 120 m²
Vollunterkellerung 10 x 12 m = 120 m²
Dachgeschossausbau 10 x 12 m = 120 m²
Garage ohne Keller und Kanal   0 m²
Geschossfläche insgesamt   360 m²
     
Berechnung:    
Grundstückspreis 800 m² x 17,38 € = 13.904,00 €
Erschließungsvorauszahlung 800 m² x 11,77 € = 9.416,00 €
Herststellungsbeiträge für Wasser    
Grundstücksfläche 800 m² x 1,49 € = 1.192,00 €
  zzgl. 7 % MWSt. 83,44 €
Geschossfläche 360 m² x 3,92 € = 1.411,20 €
  zzgl. 7 % MWSt. 104,62 €
Herstellungsbeiträge für Kanal    
Grundstücksfläche 800 m² x 0,85 € = 680,00 €
Geschossfläche 360 m² x 8,32 € = 2.995,20 €
GESAMT   29.106,46 €
     
(durchschnittlich ca. 36,50 €/m² voll erschlossen)    
Nebenkosten nach tatsächlichem Anfall (Notar,    
Grundbuch, Finanzamt sowie Gasanschluss)    

Bebauungsvorschriften für WA 2

1. Maß der baulichen Nutzung

Das Maß der baulichen Nutzung wird bestimmt durch die Baugrenzen, den zulässigen Gebäudetyp und die höchstzulässigen Grund- und Geschossflächenzahlen (GRZ und GFZ). Als maximale GRZ sind 0,4 und als maximale GFZ 0,6 festgesetzt, sofern nicht durch die Baugrenzen ohnehin eine geringere Ausnutzung vorgegeben ist. Bis zu zwei Vollgeschosse sind zulässig.

2. Gebäudeform

Als Grundform für alle Gebäude ist ein Rechteck zu verwenden. Das Verhältnis Länge : Breite sollte mindestens 5 : 4 betragen. Es wird offene Bauweise festgelegt.
Der First muss in Längsrichtung verlaufen. An- und Vorbauten sind zulässig, wenn sie der Gesamtform des Gebäudes ein- und untergeordnet sind.
Sockel sind bis zu 50 cm über Gelände zulässig, sie sollen dem Geländeverlauf folgen und sind im Fassadenfarbton zu streichen.

3. Dachform

Als Dachform sind bei Haupt- und Nebengebäuden Satteldächer von 38° bis 47°  vorgeschrieben.
Als Dachdeckung sind Dachziegel oder -steine in naturroter Farbe zu verwenden
Dachüberstände dürfen folgende Maße nicht überschreiten:
Traufe, waagerecht gemessen: 50 cm, Ortgang: 30 cm

Dachgauben sind zugelassen. Sie sind im mittleren Drittel der Dachfläche anzuordnen. Es sind nur stehende Formate zulässig. Liegende Dachfenster werden in der Größe auf 1,5 m² Glasfläche beschränkt. Dacheinschnitte sind nicht zulässig. Sonnenkollektoren oder Solarzellen sind auf den Dachflächen zugelassen.

4. Nebengebäude/Garagen


Nebengebäude sind nur innerhalb der Baugrenzen oder der hierfür gesondert festgelegten Flächen zulässig. Sie sind in Dachform, Dachneigung, Dachdeckung und Fassadengestaltung wie das Hauptgebäude auszuführen. Ansonsten gelten die Maßgaben der Bayerischen Bauordnung (BayBO). Vor den Garagen ist ein mind. 5 m tiefer Stauraum freizuhalten, der zur öffentlichen Verkehrsfläche nicht eingezäunt werden darf. Die max. Wandhöhe an der Grenze beträgt 3,50 m im Mittel.

5. Fassaden

Die Fassaden sind als Putz- oder Holzfassaden auszuführen, der Außenputz ist glatt oder verrieben, aber als Spritzwurf auszuführen, stark strukturierte Putze sind nicht zugelassen. Verkleidungen können in Holz oder Holzwerkstoffen ausgeführt werden.
Fassadenverkleidungen mit anderen Materialien wie z.B. Kunststoff- oder Faserzementplatten dürfen nicht verwendet werden.

6. Einfriedungen


Zulässig sind nur Holzlatten- oder Hanickelzäune, ohne Sockel, Gesamthöhe maximal 1,20 m ab natürlichem Gelände. An den seitlichen Grundstücksgrenzen sind auch Maschendrahtzäune zugelassen, jedoch nur im Zusammenhang mit ausreichender Bepflanzung.

7. Terrassen/Böschungen


Zulässig sind Terrassierungen, wenn die Böschungen sich dem natürlichen Gelände einfügen. Mauern sind aus Natur- oder Feldstein zu errichten als Trockenmauern bis maximal 1,00 m Höhe und zu bepflanzen.

8. Gartenflächen/Bepflanzungen

Die nicht bebauten und nicht als Zufahrt genutzten Grundstücksflächen sind gärtnerisch anzulegen und zu unterhalten. Je angefangene 400 m² Grundstücksfläche ist mindestens 1 heimischer, standorttypischer Laubbaum zu pflanzen.
Die Grundstücksgrenzen zur freien Landschaft sind ausschließlich mit einheimischen Laubhölzern zu bepflanzen. Diese Ortsrandeingrünung wird als Teil der privaten Bauflächen mit Pflanzgebot im Plan festgelegt. Die Sicherstellung dieser wichtigen Randbegrünung ist im Rahmen der Einzelbaugenehmigung durch die Gemeinde und das Landratsamt vorzunehmen
Die Einhaltung der gesetzlichen Grenzabstände nach dem Nachbarrecht (AGBGB) ist bei allen Gehölzpflanzen zu beachten.
Nicht standortgemäße oder fremdartige Gehölze sowie Formen von Nadelgehölzen sind aus Gründen des Orts- und Landschaftsbildes nicht zugelassen.

9. Bodenversiegelung


Bei den nicht überbauten Flächen, die nicht als Grünflächen angelegt werden, ist die Bodenversiegelung auf das unbedingt erforderliche Maß zu beschränken. 

10. Abstandsflächen

Die Abstandsflächen sind nach Art. 6 der Bayer. Bauordnung geregelt und grundsätzlich einzuhalten.