Das Kapitel dokumentiert und analysiert die wirtschaftliche Struktur von Waidhaus. Der Wandel und Verlust traditioneller Wirtschaftszweige ist Hauptmerkmal für die Strukturkrise. Es stellt sich die zentrale Frage, wie sich der Verlust der Funktion und Bedeutung als ehemaliger Grenzort und Grenzübergang auf die Wirtschaftsstruktur auswirkt.
Dadurch sind Branchen wie Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Dienstleistungen angesiedelt, die etwa die Hälfte der Beschäftigten in Waidhaus stellen. Der andere Teil der Beschäftigten ist hauptsächlich in Branchen des produzierenden Gewerbes tätig.
Die beiliegende Grafik zeigt die Verteilung der Betriebe in Waidhaus, die hauptsächlich im Ortskern und im Gewerbegebiet angesiedelt sind. Die Beschäftigtigungszahlen in Landesbehörden sind seit Jahren rückläufig. Der Rückgang der Beschäftigten geht einher mit der Schließung von Betrieben in diesen Branchen. Die Folge ist der Leerstand von Betrieben und die Entstehung von Brachflächen.
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Das produzierende Gewerbe (Industrie) ist vor allem in den Randlagen von Waidhaus angesiedelt, in der Fabrikstraße und im Gewerbegebiet. Die Anzahl der Beschäftigten in dieser Branche ist in den vergangenen Jahren stabil.
Beigefügte Grafik bietet einen Überblick über die Verteilung der verschiedenen Branchen in Waidhaus. Die zusätzlichen Randbereiche sind mit eingeschlossen.
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Der Einbruch der traditionellen Branchen wird durch den Leerstand von Gebäuden und das Brachliegen von Flächen deutlich sichtbar. Das produzierende Gewerbe zeigt sich derzeit stabil. Jedoch stellen günstige wirtschaftliche Voraussetzungen auf der tschechischen Seite eine Konkurrenz für die Ansiedlung neuer Betriebe in Waidhaus dar.
Der Rückgang der Beschäftigten geht nicht direkt mit dem Wegzug der Bevölkerung einher. Der Autobahnanschluß Waidhaus bietet Pendlern die bestmögliche Mobilität. Dieser Trend verursacht dadurch ein erhöhtes Aufkommen von Pendlerströmen.
Es besteht kurz- und mittelfristig großer Handlungsbedarf in der wirtschaftsräumlichen Entwicklung von Waidhaus. Anreize für Existenzgründungen im Bereich der Dienstleistungen sind denkbar. Einen räumlichen Anknüpfungspunkt bieten die leerstehenden Gebäude und freien Flächen. Daneben bedarf es der Belebung und Verbesserung des Gastgewerbes. Schließlich müssen Anreize für die Nachfolge von familiengeführten Unternehmen geschaffen werden.